Kizilhan, Ilhan

Veränderungsprozesse in der Türkei seit der Beitrittspartnerschaft


 

Reihe

Diskussionsbeiträge

Schlagwörter Türkei, EU-Beitritt, Kurdenproblem, Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit
Umfang & Ausstattung 10 S.
Erschienen 12/2002
ISSN & Heft-No. 1611-1818_52
 


Abstract


Die Beziehungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union begannen 1959 mit der Bewerbung der Türkei um die Vollmitgliedschaft in der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft). Die EWG akzeptierte die Bewerbung, und im Jahr 1964 wurde in Ankara ein Assoziationsabkommen mit der Türkei unterzeichnet. Der Weg der Türkei in die Union stand offen, machte jedoch bis zur Vereinbarung einer Zollunion zwischen der Türkei und der EU im Dezember1995 keine wesentlichen Fortschritte.
Dieser Prozess dauerte deshalb so lange, weil die Türkei eine Vielzahl von internen und externen Problemen zu lösen hatte. Drei Coup d'Etats, Terrorismus und wirtschaftliche Probleme wirkten sich negativ aus. Während Griechenland, das seine Beziehungen zur EWG gleichzeitig zu entwickeln begonnen hatte, bereits 1981 die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft (EG) erhielt, wurden die Beziehungen zur Türkei infolge des Staatsstreichs von 1980 von der EG eingefroren. Erst im Jahre 1997 wurde die Türkei auf dem EU-Gipfel in Luxemburg zum Beitrittskandidaten ernannt. Der Beitrittsprozess begann mit dem EU-Gipfel von Helsinki im Jahr 1999. Um sich zur Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union zu qualifizieren, hat die Türkei jedoch noch eine Reihe von internen (Kurdenfrage, Demokratisierung, Wirtschaftsprobleme, etc.) und externen (Zypern-Frage) Problemen zu bewältigen.
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